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Beiträge aus der Gustav-Adolf-Gemeinde im
Juli/August 2008:



Beitrag 1:

Götterfunken in Conzert


Götterfunken Das Mittelschiff der Gustav- Adolf-Kirche füllte sich am Sonntag, dem 18. Mai gegen 17.00 Uhr überraschend gut. Überraschend deshalb, weil niemand so richtig von der Anziehungskraft des im Entstehen begriffenen Männerchors "Götterfunken" überzeugt war. Der Name des Gründers und Leiters des Ensembles, des früheren Gemeindekantors Martin  Funke, wird maßgeblich dazu beigetragen haben, dass sich vor allem viele ehemalige Sängerinnen und Sänger des beliebten Kirchenmusikers eingefunden haben, um neugierig ihre Sympathie zu bekunden. Aber auch die 13  Sänger haben das Ihre beigetragen, um eine gespannte Fangemeinde zum ersten öffentlichen Konzert zu locken. Und sie sollten nicht enttäuscht werden.

Schon die aus dem 17. Jh. stammende, frei vorgetragene Intrada verblüffte die Anwesenden. Äußerst melodisch, text- und taktsicher sowie homogen stimmig trug der Chor dieses nicht einfache Stück vor. Martin Funke begrüßte sodann die Zuhörer mit gewohnt launigen Worten und leitete zur bekannten Charpentier-Hymne, untersetzt mit dem Text "Wir feiern ein Fest der Freude" über. Dem folgte Mozarts "Chor der Mohren" aus der Zauberflöte, und nachdem das alles "so herrlich" geklungen hatte, las Sabine Simunovic zur Auflockerung eine kurze Episode aus "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry.

Der von den Akteuren mit Begeisterung vorgetragene (scherzhafte) Speisezettel aus dem 19. Jh. wurde vom Publikum amüsiert und unter steigender Speichelproduktion aufgenommen, obwohl Manchem ob der Präzision und hohen Musikalität dieser 14  Männer die Spucke wegzubleiben drohte. Auch diese Sequenz wurde wiederum von Sabine Simunovic mit Willhelm Buschs Gedicht "Widmung zu einem Kochbuch" treffend kommentiert.

Es folgten vier Lieder über Menschenfreud ("Vier Stück dem Menschen geben FreudŽ"), Liebe ("An der Klostermauer") und Blumen ("Du, mein Rosmarin" und das "Heidenröslein") und eine dritte Lesung über "Die Blüte" von Kristiane  Allert-Wybranietz.

Den Abschluss bildeten eher sakrale Stücke (das "Laudate Dominum" von Pitoni, den "Irischen Segen" von Foidl und "Der Herr segne und behüte dich" von Maierhofer. Der Beifall war rührend, sehr ehrenvoll und genugtuend für Chorleiter und Sänger, und die positive Anteilnahme war derart nachhaltig, dass der Chor mit dem bekannten "Mond", der natürlich um 18.00 Uhr noch nicht "aufgegangen" war, noch einen wunderschön zelebrierten Höhepunkt draufsetzte.

Ein sehr gelungener und für die Zukunft viel versprechender erster Auftritt der "Götterfunken"!

J. Kramer
Foto: J. Kramer






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