ÖKUMENISCHES GEDENKZENTRUM
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Nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern benannte Straßen und Gebäude in unserem Gemeindegebiet: Dahrendorfzeile |
Wer war ...... Bernhard Lichtenberg ?
Danach wirkte er einige Zeit als Stadtverordneter für die Zentrumspartei in Berlin. Im Jahre 1932 wurde er als Dompfarrer an die St. Hedwigskirche berufen. Sechs Jahre später wurde er zum Propst ernannt. Judenverfolgung und Euthanasie (die Ermordung geistig- und körperlich Behinderter) trieben Lichtenberg zum offenen Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime. Seit dem Novemberpogrom 1938 schloß er die Juden ausdrücklich in die Gebete der Gemeinde ein. In seinen Predigten machte er immer wieder auf das von ihnen erfahrene Unrecht aufmerksam. Ihm wurde deshalb das Referat des Bischöflichen Hilfswerkes für nichtarische Christen übertragen. Am 28. August 1941 sandte er einen Protestbrief an den Reichsgesundheitsführer Conti, in dem er sich über das Euthanasieprogramm beschwerte. Er forderte, daß der oberste Verantwortliche des Reiches sich für das Verbrechen des Mordes an Behinderten verantworten sollte. Am 23. Oktober 1941 wurde er aufgrund einer Anzeige von zwei Studentinnen verhaftet. Man warf ihm vor, öffentlich für die Juden, die politisch Verfolgten und die Alliierten Soldaten gebetet zu haben. Damit war Lichtenberg einer der ganz wenigen Priester, die öffentlich die Judenverfolgungen verurteilten. Im Mai 1942 wurde er zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 3. November 1943 starb Bernhard Lichtenberg auf dem Transport in das Konzentrationslager Dachau unter nicht geklärten Umständen. |
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Bernhard Lichtenberg wurde am 3. Dezember 1875 in Ohlau in Niederschlesien
geboren. Er studierte Theologie und wurde 1899 zum Priester geweiht. Seit 1900 war
er in Berlin als Seelsorger tätig. Den Ersten Weltkrieg erlebte er als
Feldgeistlicher.