ÖKUMENISCHES GEDENKZENTRUM "CHRISTEN UND WIDERSTAND"

Nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern benannte Straßen und Gebäude in unserem Gemeindegebiet:

Dahrendorfzeile
Delpzeile
Goerdelerdamm
Nikolaus-Groß-Weg
Habermannzeile
Haeftenzeile(1)
Haeftenzeile(2)
Halemweg
Heilmannring
Paul-Hertz-Siedlung
Hofackerzeile
Hüttigpfad
Jakob-Kaiser-Platz
Kirchnerpfad
Klausingring
Letterhausweg
Leuningerpfad
Bernhard-Lichtenberg-Straße
Hermann-Maaß-Brücke
Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule
Friedrich-Olbricht-Damm
Poelchau-Oberschule
Popitzweg
Reichweindamm
Schneppenhorstweg
Kurt-Schumacher-Damm
Schwambzeile
Schwanenfeldstraße
Stieffring
Strünckweg
Teichgräberzeile
Terwielsteig
Wiersichweg
Wirmerzeile



Wer war ...

... Lilo Gloeden ?

Lilo GloedenLilo Gloeden wurde am 19. Dezember 1903 in Köln geboren. Nach dem Abitur studierte sie Rechtswissenschaften.

Während der nationalsozialistischen Diktatur versteckte sie in ihrer Wohnung Opfer der Judenverfolgung und des politischen Terrors. Nach dem mißglückten Attentats- und Staatsstreichversuch vom 20. Juli 1944 wurde es Lilo Gloeden zum Verhängnis, daß sie in ihrer Wohnung sechs Wochen lang einen ihr unbekannten Mitverschworenen, General Lindemann, beherbergte. Aufgrund einer Denunziation wurde er am 3. September 1944 in ihrer Wohnung festgenommen. Die Nationalsozialisten hatten für seine Ergreifung eine Belohnung von einer Million Reichsmark ausgesetzt.

Lilo Gloeden, ihr Ehemann Erich und ihre Mutter, Elisabeth Kusnitzky, wurden verhaftet. Bei den Verhören versuchte Erich Gloeden, die beiden Frauen zu schützen. Am 27. November 1944 wurde er zum Tode verurteilt. Daraufhin erklärte Lilo Gloeden, daß ihr bekannt war, einen Mitverschworenen des 20. Juli 1944 beherbergt zu haben, denn sie wollte den gleichen Weg wie ihr Ehemann gehen. Dem schloß sich ihre Mutter an.

Lilo Gloeden, Erich Gloeden und Elisabeth Kusnitzky wurden am 30. November 1944 in Abständen von je zwei Minuten im Hinrichtungsschuppen von Plötzensee ermordet.

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