ÖKUMENISCHES GEDENKZENTRUM "CHRISTEN UND WIDERSTAND"

Nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern benannte Straßen und Gebäude in unserem Gemeindegebiet:

Dahrendorfzeile
Delpzeile
Gloedenpfad
Nikolaus-Groß-Weg
Habermannzeile
Haeftenzeile(1)
Haeftenzeile(2)
Halemweg
Heilmannring
Paul-Hertz-Siedlung
Hofackerzeile
Hüttigpfad
Jakob-Kaiser-Platz
Kirchnerpfad
Klausingring
Letterhausweg
Leuningerpfad
Bernhard-Lichtenberg-Straße
Hermann-Maaß-Brücke
Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule
Friedrich-Olbricht-Damm
Poelchau-Oberschule
Popitzweg
Reichweindamm
Schneppenhorstweg
Kurt-Schumacher-Damm
Schwambzeile
Schwanenfeldstraße
Stieffring
Strünckweg
Teichgräberzeile
Terwielsteig
Wiersichweg
Wirmerzeile



Wer war...

... Carl Friedrich Goerdeler ?

Carl Friedrich GoerdelerCarl Friedrich Goerdeler wurde am 31. Juli 1884 in Schneidemühl (Westpreußen) geboren. Nach dem Jurastudium ging er in den Verwaltungsdienst. Von 1930 bis 1937 war er Oberbürgermeister von Leipzig. Außerdem übte er bis 1935 das Amt des Reichspreiskommissars aus. In dieser Funktion sprach er sich gegen die Wiederaufrüstung und auch gegen den Antisemitismus aus.

Als er sich im Herbst 1936 auf einer Auslandsreise befand, wurde in Leipzig von den Nazis ein Denkmal des jüdischen Komponisten Mendelssohn entfernt. Goerdeler nahm dies zum Anlaß, von seinem Amt als Bürgermeister zurückzutreten.

Im April 1934 wurde Goerdeler als Berater der Robert Bosch GmbH tätig und unternahm in Deutschland und im Ausland ausgedehnte Reisen. Dabei warb er für seine politischen Vorstellungen, die sich gegen die Ziele der Nationalsozialisten richteten. Ab 1938 war er einer der führenden Männer des bürgerlich-konservativen Widerstands gegen Hitler und nach einem gelungenen Staatsstreich sollte er Reichskanzler werden. Sein Hang, Denkschriften und Personallisten zu entwerfen und aufzuheben, erwies sich nach dem Scheitern des Attentats- und des Staatsstreichversuches vom 20. Juli 1944 als verhängnisvoll und trug dazu bei, andere Mitglieder des Widerstands zu belasten.

Goerdeler wurde bereits vor dem 20. Juli 1944 von der Gestapo gesucht, so daß er untertauchen mußte. Er wurde denunziert, am 12. August 1944 verhaftet und am 8. September 1944 vom "Volksgerichtshof" zum Tode verurteilt.

Carl Friedrich Goerdeler wurde am 2. Februar 1945 im Hinrichtungsschuppen von Plötzensee ermordet.

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