ÖKUMENISCHES GEDENKZENTRUM "CHRISTEN UND WIDERSTAND"

Nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern benannte Straßen und Gebäude in unserem Gemeindegebiet:

Dahrendorfzeile
Delpzeile
Gloedenpfad
Goerdelerdamm
Nikolaus-Groß-Weg
Haeftenzeile(1)
Haeftenzeile(2)
Halemweg
Heilmannring
Paul-Hertz-Siedlung
Hofackerzeile
Hüttigpfad
Jakob-Kaiser-Platz
Kirchnerpfad
Klausingring
Letterhausweg
Leuningerpfad
Bernhard-Lichtenberg-Straße
Hermann-Maaß-Brücke
Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule
Friedrich-Olbricht-Damm
Poelchau-Oberschule
Popitzweg
Reichweindamm
Schneppenhorstweg
Kurt-Schumacher-Damm
Schwambzeile
Schwanenfeldstraße
Stieffring
Strünckweg
Teichgräberzeile
Terwielsteig
Wiersichweg
Wirmerzeile



Wer war ...

... Max Habermann ?

Max HabermannMax Habermann wurde am 21. März 1885 in Hamburg geboren. Als junger Buchhändler trat er 1907 in den Deutschnationalen Handlungsgehilfenverband (DHV) ein und wurde einer der führenden Funktionäre. Von 1918 bis 1933 gehörte er zum Vorstand des DHV und war gleichzeitig Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes und des Bundes Christlicher Gewerkschaften.

Im April 1933 wurde Habermann von den Nationalsozialisten aus seinen Ämtern entfernt und unter Hausarrest gestellt. Er zählte zu den wenigen deutschnationalen Gewerkschaftern, die von vornherein den Nationalsozialismus mit all seinen Erscheinungen aus ihrer tiefen Überzeugung ablehnten. Seit den blutigen Ereignissen des sogenannten Röhm-Putsches 1934 zählte Habermann zu den entschiedenen Gegnern des nationalsozialistischen Regimes.

Er begann in Berlin, wo er ein Geschäft für Büroartikel eröffnet hatte, Oppositionelle aus der christlichen Gewerkschaftsbewegung um sich zu sammeln. Außerdem knüpfte er Kontakte zu Widerstandskämpfern aus anderen Kreisen. Seit 1938 hatte er auch Verbindung zur Militäropposition.

Nach dem mißglückten Attentats- und Staatsstreichversuch vom 20. Juli 1944 fand Habermann zunächst Zuflucht in Bielefeld, wurde dann aber von der Gestapo aufgespürt und verhaftet.

Max Habermann setzte seinem Leben im Gerichtsgefängnis Gifhorn am 30. Oktober 1944 ein Ende, um keine Namen preisgeben zu müssen.

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