ÖKUMENISCHES GEDENKZENTRUM
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Nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern benannte Straßen und Gebäude in unserem Gemeindegebiet: Dahrendorfzeile |
Wer war ...... Johanna Kirchner ?
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 lebte sie bis 1935 in Forbach an der französisch-deutschen Grenze. Als Funktionärin der sozialdemokratischen Partei hatte sie die Aufgabe, an dieser Grenzstelle die Verbindung mit Sozialdemokraten in Deutschland aufrechtzuerhalten. Außerdem verhalf sie Gefährdeten zur Flucht und organisierte Hilfe für Verhaftete. 1935 konnte sie nach Frankreich entkommen und unterstützte dort deutsche Emigranten. Nach dem Angriff deutscher Truppen auf Frankreich wurde sie interniert, konnte aber mit Hilfe französischer Freunde entkommen. 1942 wurde sie von der Vichy- Regierung an die Gestapo ausgeliefert. 1943 verurteilte der "Volksgerichtshof" Johanna Kirchner zu einer Zuchthausstrafe von 10 Jahren. Nachdem sie ein Jahr im Zuchthaus Cottbus verbracht hatte, wurde das Verfahren gegen sie Anfang 1944 wieder eröffnet. Das Urteil wurde am 20. April 1944 zur Todesstrafe umgewandelt. Johanna Kirchner wurde am 9. Juni 1944 im Hinrichtungsschuppen von Plötzensee ermordet. |
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Johanna Kirchner wurde am 24. März 1889 in Frankfurt am Main geboren. Sie kam
aus einer alten sozialdemokratischen Familie und trat mit 14 Jahren in die
sozialistische Arbeiterjugend ein. Johanna Kirchner erlernte einen kaufmännischen
Beruf. In Frankfurt am Main baute sie die Arbeiterwohlfahrt mit auf und gehörte
zur Leitung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Sie verfaßte
Zeitungsberichte über Partei- und Gewerkschaftskongresse.