ÖKUMENISCHES GEDENKZENTRUM "CHRISTEN UND WIDERSTAND"

Nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern benannte Straßen und Gebäude in unserem Gemeindegebiet:

Dahrendorfzeile
Delpzeile
Gloedenpfad
Goerdelerdamm
Nikolaus-Groß-Weg
Habermannzeile
Haeftenzeile(1)
Haeftenzeile(2)
Halemweg
Heilmannring
Paul-Hertz-Siedlung
Hofackerzeile
Hüttigpfad
Jakob-Kaiser-Platz
Kirchnerpfad
Letterhausweg
Leuningerpfad
Bernhard-Lichtenberg-Straße
Hermann-Maaß-Brücke
Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule
Friedrich-Olbricht-Damm
Poelchau-Oberschule
Popitzweg
Reichweindamm
Schneppenhorstweg
Kurt-Schumacher-Damm
Schwambzeile
Schwanenfeldstraße
Stieffring
Strünckweg
Teichgräberzeile
Terwielsteig
Wiersichweg
Wirmerzeile



Wer war ...

... Friedrich Karl Klausing ?

Friedrich Karl KlausingFriedrich Karl Klausing wurde am 24. Mai 1920 in München geboren. Er gehörte den evangelischen Pfadfindern an, die aber nach 1933 in die Hitlerjugend eingegliedert wurden. Nach dem Abitur 1938 wurde er ein halbes Jahr zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und ging anschließend als Berufssoldat zur Wehrmacht.

Nach seiner Teilnahme am Polen- und Frankreichfeldzug beförderte man Klausing zum Offizier. 1943 wurde er aufgrund einer schweren Verletzung, die er in der Sowjetunion erhielt, nach Deutschland zurückversetzt.

Wie viele Berufssoldaten stand auch Klausing dem Nationalsozialismus zunächst nicht ablehnend gegenüber. Aufgrund seiner Erfahrungen an der Front und seiner frühzeitigen schweren Verletzung kamen ihm jedoch zunehmend Zweifel am Sinn des Krieges. Die wachsende Distanz zum nationalsozialistischen Regime wurde durch Gespräche mit einem älteren Freund, Fritz von der Schulenburg, der dem militärischen Widerstand angehörte, verstärkt. Klausing schloß sich dem militärischen Widerstand an.

Einige Zeit wirkte er als Adjutant Stauffenbergs. Am 20. Juli 1944 war er am Staatsstreichversuch in der Bendlerstraße beteiligt. Er erlebte die Verhaftung und Erschießung Stauffenbergs, konnte aber selbst noch in der Nacht entkommen. Nach langem inneren Ringen stellte er sich freiwillig. Am 8. August 1944 wurde er vom "Volksgerichtshof" zum Tode verurteilt.

Friedrich Karl Klausing wurde noch am selben Tag im Hinrichtungsschuppen von Plötzensee ermordet.

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