ÖKUMENISCHES GEDENKZENTRUM "CHRISTEN UND WIDERSTAND"

Nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern benannte Straßen und Gebäude in unserem Gemeindegebiet:

Dahrendorfzeile
Delpzeile
Gloedenpfad
Goerdelerdamm
Nikolaus-Groß-Weg
Habermannzeile
Haeftenzeile(1)
Haeftenzeile(2)
Halemweg
Heilmannring
Paul-Hertz-Siedlung
Hofackerzeile
Hüttigpfad
Jakob-Kaiser-Platz
Kirchnerpfad
Klausingring
Letterhausweg
Leuningerpfad
Bernhard-Lichtenberg-Straße
Hermann-Maaß-Brücke
Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule
Friedrich-Olbricht-Damm
Poelchau-Oberschule
Popitzweg
Reichweindamm
Schneppenhorstweg
Kurt-Schumacher-Damm
Schwambzeile
Schwanenfeldstraße
Stieffring
Strünckweg
Teichgräberzeile
Terwielsteig
Wiersichweg
Wirmerzeile



Wer war ...

... Kurt Schumacher ?

Kurt Schumacher wurde am 13. Oktober 1895 in Kulm in Westpreußen geboren. Nach dem Notabitur meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst. Im Dezember 1914 wurde er schwer verwundet und nach einer Armamputation 1915 aus dem Heer entlassen. Er begann mit dem Studium der Rechtswissenschaften und der Nationalökonomie. 1918 legte er in Berlin das erste juristische Staatsexamen ab.

Im Januar 1918 schloß er sich der Sozialdemokratie an. 1920 wurde er Redakteur der sozialdemokratischen Parteizeitung in Stuttgart, womit sein Weg als Berufspolitiker begann. Schumacher gehörte von 1924 bis 1931 dem Württembergischen Landtag und von 1930 bis 1933 dem Reichstag an. Dort warnte er immer wieder vor der drohenden Gefahr durch den Nationalsozialismus.

Anfang Juli 1933 wurde Schumacher verhaftet. Sein Leidensweg führte ihn in verschiedene Gefängnisse und Konzentrationslager. Erst im März 1943 wurde er entlassen.

Nach dem mißglückten Attentats- und Staatsstreichversuch vom 20. Juli 1944 gehörte er zu den zahlreichen Oppositionspolitikern, die verhaftet und in verschiedene Konzentrationslager eingeliefert wurden. Nach seiner Entlassung im September 1944 begann für ihn die Vorbereitung auf die Zeit nach der Befreiung. Nach dem Krieg beteiligte er sich entscheidend am Wiederaufbau der SPD. Seit 1946 war er Parteivorsitzender und ab 1949 Oppositionsführer im Deutschen Bundestag.

Kurt Schumacher starb am 20. August 1952 in Bonn.

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