ÖKUMENISCHES GEDENKZENTRUM "CHRISTEN UND WIDERSTAND"

Nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern benannte Straßen und Gebäude in unserem Gemeindegebiet:

Dahrendorfzeile
Delpzeile
Gloedenpfad
Goerdelerdamm
Nikolaus-Groß-Weg
Habermannzeile
Haeftenzeile(1)
Haeftenzeile(2)
Halemweg
Heilmannring
Paul-Hertz-Siedlung
Hofackerzeile
Hüttigpfad
Jakob-Kaiser-Platz
Kirchnerpfad
Klausingring
Letterhausweg
Leuningerpfad
Bernhard-Lichtenberg-Straße
Hermann-Maaß-Brücke
Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule
Friedrich-Olbricht-Damm
Poelchau-Oberschule
Reichweindamm
Schneppenhorstweg
Kurt-Schumacher-Damm
Schwambzeile
Schwanenfeldstraße
Stieffring
Strünckweg
Teichgräberzeile
Terwielsteig
Wiersichweg
Wirmerzeile



Wer war ...

... Johannes Popitz ?

Johannes PopitzJohannes Popitz wurde am 2. Dezember 1884 in Leipzig geboren. Nach dem Abitur studierte er Jura und Staatswissenschaften in Lausanne, Leipzig, Berlin und Halle. Seit 1919 war er im Reichsfinanzministerium tätig.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde der rechtskonservative Monarchist am 21. April 1933 preußischer Finanzminister. Er gehörte damit zu den höheren Repräsentanten des NS-Regimes. Sein Übergang zum aktiven Widerstand vollzog sich nach und nach. Am Anfang stand die Hilfe für bedrohte Menschen und sittliche Kritik an einzelnen Maßnahmen des Regimes. Nach dem Novemberprogrom 1938 bat er den preußischen Ministerpräsidenten Göring ohne Erfolg um seinen Abschied.

Über Goerdeler (konservativer Widerstand) fand Popitz den Anschluß an den militärischen Widerstand und unterstützte die Attentatspläne gegen Hitler. 1943 führte er Geheimgespräche mit Himmler, um dessen Unterstützung für einen Staatsstreich zu gewinnen. Nicht zuletzt deswegen ist Popitz eine sehr umstrittene Persönlichkeit des Widerstands.

Schon im Herbst 1943 wurde er dann überwacht. Verhaftet wurde er jedoch erst einen Tag nach dem mißglückten Attentats- und Staatsstreichversuch vom 20. Juli 1944. Am 3. Oktober 1944 wurde er vom "Volksgerichtshof" zum Tode verurteilt.

Johannes Popitz wurde am 2. Februar 1945 im Hinrichtungsschuppen von Plötzensee ermordet.

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