ÖKUMENISCHES GEDENKZENTRUM
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Nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern benannte Straßen und Gebäude in unserem Gemeindegebiet: Dahrendorfzeile |
Wer war ...... Adolf Reichwein ?
1933 wurde Reichwein als Professor für Geschichte und Staatsbürgerkunde an der Pädagogischen Hochschule in Halle von den Nationalsozialisten entlassen. Danach verdiente er seinen Lebensunterhalt als Dorfschullehrer in Tiefensee bei Berlin. Der Kulturpolitiker und Reformpädagoge war eine der führenden Persönlichkeiten des deutschen Widerstands. 1939 wurde Reichwein Museumspädagoge im Berliner Volkskundemuseum (Unter den Linden). Sein Büro diente als Ort geheimer Zusammenkünfte und Gespräche von Regimegegnern. Er gehörte dem Kreisauer Kreis (Widerstandsgruppe um Moltke) an. Bei dem Versuch, Verbindung zum kommunistischen Widerstand herzustellen, wurde Reichwein am 4. Juli 1944 verhaftet. Einer der Kommunisten hatte sich als Gestapo- Spitzel erwiesen. Am 20. Oktober 1944 wurde er vom "Volksgerichtshof" zum Tode verurteilt. Adolf Reichwein wurde noch am selben Tag im Hinrichtungsschuppen von Plötzensee ermordet. |
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Adolf Reichwein wurde am 3. Oktober 1899 in Bad Ems geboren. Er studierte Philosophie,
Geschichte und Volkswirtschaft. 1920 promovierte
er zum Doktor der Philosophie. Reichwein war vom religiösen Sozialismus geprägt
und trat 1930 unter dem Eindruck des erstarkenden Nationalsozialismus
demonstrativ der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands bei.