ÖKUMENISCHES GEDENKZENTRUM "CHRISTEN UND WIDERSTAND"

Nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern benannte Straßen und Gebäude in unserem Gemeindegebiet:

Dahrendorfzeile
Delpzeile
Gloedenpfad
Goerdelerdamm
Nikolaus-Groß-Weg
Habermannzeile
Haeftenzeile(1)
Haeftenzeile(2)
Halemweg
Heilmannring
Paul-Hertz-Siedlung
Hofackerzeile
Hüttigpfad
Jakob-Kaiser-Platz
Kirchnerpfad
Klausingring
Letterhausweg
Leuningerpfad
Bernhard-Lichtenberg-Straße
Hermann-Maaß-Brücke
Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule
Friedrich-Olbricht-Damm
Poelchau-Oberschule
Popitzweg
Reichweindamm
Schneppenhorstweg
Kurt-Schumacher-Damm
Schwambzeile
Stieffring
Strünckweg
Teichgräberzeile
Terwielsteig
Wiersichweg
Wirmerzeile



Wer war ...

... Ulrich-Wilhelm Schwerin von Schwanenfeld?

Ulrich-Wilhelm Schwerin von SchwanenfeldUlrich-Wilhelm Schwerin von Schwanenfeld wurde am 21. Dezember 1902 in Kopenhagen geboren. Eine Erbschaft machte ihn zum Großgrundbesitzer in Mecklenburg und Westpreußen. In München und Breslau studierte er Landwirtschaft.

1923 erlebte Schwerin den Hitlerputsch in München und verurteilte schon damals den Nationalsozialismus. Schon 1935 kam er zu der Erkenntnis, daß nur der gewaltsam herbeizuführende Tod Hitlers Deutschland vom Nationalsozialismus befreien würde. Seit dieser Zeit suchte er noch intensiver die Zusammenarbeit mit Widerstandsgruppen. 1938 wurde er während der Sudetenkrise der führende Verbindungsmann zwischen militärischen und zivilen Stellen.

Bei Ausbruch des Krieges 1939 wurde er zum Wehrdienst eingezogen und Ordonnanzoffizier bei General Witzleben. An dem im Frühjahr 1942 ausgearbeiteten Attentatsplan auf Hitler war er auch beteiligt. Nach der Verabschiedung Witzlebens 1942 mußte er als "politisch nicht zuverlässig genug" seinen Posten aufgeben.

Danach widmete er seine ganze Kraft dem Sturz des Regimes. Obwohl er im Sommer 1944 das Attentat schon als zu spät ansah, um die deutsche Katastrophe abwenden zu können, beteiligte er sich trotzdem. Nach dem mißglückten Attentats- und Staatsstreichversuch vom 20. Juli 1944 wurde er am 21. August 1944 verhaftet und vom "Volksgerichtshof" zum Tode verurteilt.

Ulrich-Wilhelm Schwerin von Schwanenfeld wurde am 8. September 1944 im Hinrichtungsschuppen von Plötzensee ermordet.

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