ÖKUMENISCHES GEDENKZENTRUM "CHRISTEN UND WIDERSTAND"

Nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern benannte Straßen und Gebäude in unserem Gemeindegebiet:

Dahrendorfzeile
Delpzeile
Gloedenpfad
Goerdelerdamm
Nikolaus-Groß-Weg
Habermannzeile
Haeftenzeile(1)
Haeftenzeile(2)
Halemweg
Heilmannring
Paul-Hertz-Siedlung
Hofackerzeile
Hüttigpfad
Jakob-Kaiser-Platz
Kirchnerpfad
Klausingring
Letterhausweg
Leuningerpfad
Bernhard-Lichtenberg-Straße
Hermann-Maaß-Brücke
Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule
Friedrich-Olbricht-Damm
Poelchau-Oberschule
Popitzweg
Reichweindamm
Schneppenhorstweg
Kurt-Schumacher-Damm
Schwambzeile
Schwanenfeldstraße
Stieffring
Strünckweg
Terwielsteig
Wiersichweg
Wirmerzeile



Wer war ...

... Richard Teichgräber ?

Richard Teichgräber wurde am 5. August 1884 in Dahlen in Sachsen geboren. Er absolvierte eine Lehre als Schlosser. Seit der Jahrhundertwende war er im Deutschen Metallarbeiterverband (DMV) organisiert und seit 1906 Mitglied in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Im Oktober 1918 wurde er Bezirksleiter des DMV in Leipzig. Ein Jahr später engagierte er sich zusätzlich in der Kommunalpolitik. 1927 wurde er dann Bezirksleiter des DMV in Dresden.

Im Dezember 1934 wurde Teichgräber von den Nationalsozialisten verhaftet und im April in das Konzentrationslager Oranienburg gebracht, ein sogenanntes "wildes" oder "illegales" Lager, das von der SA in einer ehemaligen Brauerei eingerichtet worden war.

Im Dezember 1935 wurde er entlassen, jedoch schon Anfang Januar 1936 wieder verhaftet. Im Oktober 1936 verurteilte ihn der "Volksgerichtshof" in Berlin unter der üblichen Anklage des Hochverrats zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus. Nach Verbüßung seiner Strafe wurde er in "Schutzhaft" genommen. Sein weiterer Leidensweg führte ihn in verschiedene Konzentrationslager.

Richard Teichgräber wurde vermutlich am 25. Februar 1945 ermordet.

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