Nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern benannte Straßen und Gebäude in unserem Gemeindegebiet:
Dahrendorfzeile
Delpzeile
Gloedenpfad
Goerdelerdamm
Nikolaus-Groß-Weg
Habermannzeile
Haeftenzeile(1)
Haeftenzeile(2)
Halemweg
Heilmannring
Paul-Hertz-Siedlung
Hofackerzeile
Hüttigpfad
Jakob-Kaiser-Platz
Kirchnerpfad
Klausingring
Letterhausweg
Leuningerpfad
Bernhard-Lichtenberg-Straße
Hermann-Maaß-Brücke
Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule
Friedrich-Olbricht-Damm
Poelchau-Oberschule
Popitzweg
Reichweindamm
Schneppenhorstweg
Kurt-Schumacher-Damm
Schwambzeile
Schwanenfeldstraße
Stieffring
Strünckweg
Teichgräberzeile
Terwielsteig
Wiersichweg
Wirmerzeile
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"Vergessen hält die Erlösung auf,
Erinnern...
...bringt sie näher"- so hat ein jüdischer Weiser die Wahrheit formuliert, die auch das Gedenken an Opfer und Widerstand in der Nazi-Zeit bestimmen soll.
Vergessen: als wenn die Opfer und ihre Leiden nicht gewesen wären, als wenn sie nichts wären; die Opfer - Menschen, Geschöpfe Gottes, Menschen wie du und ich; als ob ihr Wahrheitsmut, ihre tatsächliche Menschen- und Gottesliebe nicht unvergesslich wären.
Erinnern: an Menschen, die durch Unmenschlichkeit ums Leben kamen.
Erinnern: an Menschen, die das Menschsein nicht aus Angst verraten haben; denen Recht und Wahrheit und Menschenwürde so wichtig waren wie ihr eigenes Leben.
Erinnern: an Menschen, deren Menschlichkeit noch heute Mut zum Menschsein machen kann.
Die Menschen, an die die Straßennamen in unserer Gemeinde erinnern - Menschen, die mit Worten und Taten Nein gesagt haben zu der Unmenschlichkeit der Nazi-Herrschaft - waren nicht zum Heldentum geboren. Es waren "normale" Bürgerinnen und Bürger, die sich aber nicht haben haben blind machen lassen. Sie haben den Kopf nicht in den Sand gesteckt. Sie sind in ihrem alltäglichen Leben an eine Grenze gestoßen, die sie hinderte, zu schweigen und nichts zu tun. Diese Grenze waren Mitmenschen, denen ihr Menschsein genommen wurde. Die Menschen im Widerstand wahrten mit der Menschenwürde der Nazi-Opfer auch ihre eigene - und unsere. Das macht unvergesslich.
Das heutige Charlottenburg-Nord bestand noch nicht während der Nazi-Zeit. Das Gefängnis Plötzensee der Ort der Gefangenschaft und Hinrichtung vieler Gegner des Nazi-Regimes. Wenn Straßen und Einrichtungen in unserer Gegend den Namen von ihnen tragen, dann ist das ein stiller Dank und eine Ermutigung, Verletzungen des Menschenrechts auch heutzutage nicht gleichgültig hinzunehmen. Diese Seiten sollen uns Dank und Ermutigung bewußter machen.
Volkhard Schliski-Schultke,
September 1991
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