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Enthauptung Johannes des Täufers
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Massenhinrichtung in Plötzensee
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Die Guillotine
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ÖKUMENISCHES GEDENKZENTRUM
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Der Plötzenseer Totentanz von Alfred Hrdlicka
Tafel XIII
Enthauptung Johannes des Täufers
Die Aufmerksamkeit des Betrachters wird ausschließlich
auf den klobigen Henker und den in einer Zickzackform
kauernden Geköpften konzentriert, dessen gerade nach
vorn und hinten ausstechende Arme und Beine den
Eindruck eines Gequälten betonen. Der Scherge hält
demonstrativ das bärtige Haupt hoch.
Panel XIII
Beheading of John the Baptist
Tafeln XIV und XV
Massenhinrichtung in Plötzensee
Hinter und über der Enthauptungsszene hängt, im Verhältnis zu den beiden biblischen Figuren vergrößert, ein Toter am Haken. Dieser leitet zu den beiden Tafeln über, die das Hängen zum Thema haben. Es wurde in der Strafanstalt Plötzensee eingeführt, nachdem die Guillotine durch Bombardierung verwendungsunfähig geworden war. lm Vordergrund stemmen zwei Männer einen Dritten in die Höhe. Im Hintergrund sieht man zwei bereits Erhängte. Die überlebensgroßen Leiber sind so dicht zusammen gedrängt, dass sie den Eindruck von Masse suggerieren. Angesichts der Exekution von 186 Menschen in einer Nacht, versteht es Hrdlicka mit wenigen Figuren auf schmaler Bildfeldabmessung die das Ereignis realistisch vermittelnde Assoziation einer Massenhinrichtung zu erzeugen.
Panels XIV und XV
Mass Execution in Ploetzensee
Tafel XVI
Die Guillotine
Durch das Fenster im Hintergrund wird deutlich, dass das Hängen und Köpfen
im
gemeinsamen Raum stattfindet. Die Guillotine ist perspektivisch so verkürzt,
dass
der Blick des Betrachters über die Beine, den Rücken und die gefesselten
Hände
des auf dem Bauch liegenden Geköpften gelenkt und von einem hellen Lichtpunkt
angezogen wird, dem leeren Halsloch der Guillotine.
Panel XVI
The Guillotine
The beheading of John the Baptist is contrasted with the dead of an anonymous prisoner with the guillotine. In between a well-known example of the mass executions in Plötzensee. One executioner calls to mind a rabid type of "Gauleiter" à la Streicher, since an anonymous executioner was not the culprit of the mass killings.
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